Allgemeine Infos

Bestimmungen für Kreismeisterschaften u.a. Championate 2018

Weidezaunrichtlinie

Die aid Broschüre „sichere Weidezäune“ wird vom infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e.V. herausgegeben und durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert. Die neue Auflage (April 2016) ist jetzt erhältlich und enthält wichtige Informationen für Pferdehalter zur Zaunsicherheit. In einem weiteren Teil befasst sie sich mit den Rechtsgrundlagen zur Weidesicherheit.
 
Außenzäune und Innenzäune
In der Pferdehaltung werden Außen- und Innenzäune unterschieden. Außenzäune sollen immer Stabil- oder Festzäune sein. Dabei gilt die Faustregel von 0,75 bis 0,80 mal Widerristhöhe für das größte Pferd in der Herde. Damit das Material ausreichend stabil ist, kann es aus Holz, aus Metall oder Kunststoffrohrstangen, aber auch aus straff gespanntem 7-10 cm breitem Förderbandgummi bestehen. Die Querverbindungen müssen mehrreihig und von innen angebracht sein, um ein Aufdrücken zu verhindern. Die Pfähle sollten einen Abstand von 3-4 Metern aufweisen. Sie müssen einen Mindestdurchmesser von 10 cm haben und etwa zu einem Drittel fest in der Erde stehen. Die Richtlinie sieht außerdem vor, dass Eckpfähle einen größeren Durchmesser haben und auch deshalb zusätzlich versteift sein sollten. Stabile Holzzäune sollten außerdem von innen mit einer E-Litze versehen sein, die  sich auf Brusthöhe befindet. Elektrozaunsteckpfähle sind für Außenzäune nicht geeignet. Für Tore gilt, dass sie nicht durch Spannfedertore (stromführende Spiralen) gesichert sein sollen.
 
Stromzäune
Zu empfehlen sind Breitbandlitzen mit 40 mm für eine bestmögliche Sichtbarkeit. Weiße Kordeln und Seile verwittern schneller und sind damit auch für Pferde schlechter zu sehen. Glattdraht, Stacheldraht und Knotengitter sind für die alleinige Einzäunung nicht erlaubt. Der Abstand zwischen den Pfählen sollte vier Meter nicht überschreiten, da die Litze sonst zu stark beansprucht wird und im Sommer durch Ausdehnung eher durchhängt.
 
Wasser als Einzäunung
Die aid-Broschüre informiert außerdem, dass Bäche, Wasserläufe u.ä. nicht als alleinige Einzäunung zulässig sind.
Alle Zäune sind so zu bauen, dass sich Pferde nicht hängen bleiben oder sich verletzen können. Beim Bau von festen Zäunen und Toren ist zudem darauf zu achten, dass der Abstand ausreichend groß ist, dass die Pferde beim Ausschlagen nicht mit den Hufen hängen bleiben können.
 
Die Broschüre kann für 4 Euro unter 0228 8499-180 bestellt werden
 
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